4 Tipps für das Content Marketing für kleine Unternehmen

Veröffentlicht am 5.12.2022 von Gary Froniewski und Rosalia Pavlakoudis

Content Marketing ist auch für kleine Unternehmen eine effektive und häufig genutzte Strategie. Finde mit unseren Tipps heraus, wie du es aktiv nutzen und so das Kundenerlebnis verbessern kannst.

Tipps für das Content Marketing für kleine Unternehmen

Laut der Content Marketing Trendstudie 2021 von Statista verfolgen Unternehmen mit Content Marketing eine Reihe von strategischen Zielen: So gaben 84 % der B2B-Firmen an, Content Marketing für die Neukundengewinnung zu nutzen, 88 % setzen sie zur Stärkung der Marke und deren Image nach außen ein und 74 % zur Stärkung der Kundenbindung.

Das ist nicht überraschend: Es gibt die verschiedensten Arten des Content Marketings, die in kleinen wie großen Unternehmen eine Vielzahl von Zwecken erfüllen. Content Marketing für kleine Unternehmen ist nicht nur vielseitig, sondern bringt auch niedrige Einstiegshürden und hohe potenzielle Gewinne mit sich.

Unternehmen, die keine hochwertigen Inhalte anbieten, müssen damit rechnen, dass ihre Konkurrenz es tut. Wenn Kunden online nach Informationen suchen und dabei auf vertrauenswürdige Quellen stoßen, vertrauen sie diesen auch in Zukunft eher – und eine solche Quelle kannst auch du sein!

Wenn du im Marketing tätig bist oder ein kleines Unternehmen leitest und dich erstmals mit Content Marketing beschäftigst, helfen dir die folgenden Tipps, eine erste Strategie zu entwickeln, die gemeinsam mit deinem Unternehmen wachsen kann.

Was ist Content Marketing?

Beim Content Marketing geht es um das Erstellen von Texten, Videos Bildern, Grafiken, E-Books, Whitepapern und anderen Inhalten, die über die eigene Onlinepräsenz, bezahlte Werbung oder Mundpropaganda verbreitet werden. Mit diesen Inhalten können Marken die Beziehungen zu ihrer Zielgruppe aufbauen und pflegen, sich bekannter machen, Nachfrage generieren, Präferenzen beeinflussen und die Kundentreue stärken.

Dabei können u. a. die folgenden Arten von Inhalten genutzt werden:

  • Blogartikel
  • Marketingvideos
  • Marketing-E-Mails
  • E-Books
  • Infografiken
  • Kundenstimmen/Bewertungen
  • Influencer-Inhalte
  • Fallstudien

Weshalb ist Content Marketing für kleine Unternehmen sinnvoll?

Zunächst hat das Content Marketing eine relativ niedrige Einstiegshürde. Die vielen verfügbaren Inhaltsarten bieten fast jedem Unternehmen eine Gelegenheit, schon in kurzer Zeit mit dem Content Marketing loszulegen. 

Produziert dein Unternehmen beispielsweise regelmäßig Produktvideos? Nimm zusätzliches Videomaterial auf oder überlege, ob du ungenutzte Inhalte wiederverwenden kannst. Gehören Textschaffende zum Personal? Frag sie, ob sie Interesse haben, einen Blog zu starten. Selbst wenn ihr nicht jede Woche einen Artikel veröffentlicht, könnt ihr beginnen, euch als Autorität auf eurem Gebiet zu etablieren.

Dazu kommt die Möglichkeit, Inhalte aus Kundenstimmen, Rezensionen und anderen nutzergenerierten Inhalten (user-generated content oder UGC) zu erstellen, selbst wenn dein Unternehmen noch keine eigenen Inhalte erstellen kann. Solche Inhalte können direkt aus sozialen Medien bezogen oder mit Software für nutzergenerierte Inhalte kuratiert und organisiert werden.

Content Marketing für kleine Unternehmen: UGC-Dashboard in Stackla
UGC-Dashboard der Markenmanagement-Software Stackla (Quelle)

Das Content Marketing hilft KMU zudem, das Vertrauen in ihr Unternehmen zu stärken. Wenn du nützliche Inhalte erstellst, die informativ und unterhaltsam sind, kommt deine Zielgruppe immer wieder, um mehr von dir zu lesen. Potenzielle Kunden betrachten deine Marke so als vertrauenswürdige Informationsquelle für ein bestimmtes Thema und entscheiden sich somit auch mit größerer Wahrscheinlichkeit beim nächsten Kauf für dich.

Tipp 1: Die eigenen Stärken nutzen

Unseren ersten Tipp haben wir bereits angedeutet: Content Marketing bietet dir die Gelegenheit (und Notwendigkeit), deine eigenen Stärken auszuspielen. Kleine Unternehmen wissen, dass Ressourcen endlich sind – auch im Marketingbereich. Manchmal ist es notwendig, Wege zu finden, die vorhandenen Ressourcen zu strecken und gleichzeitig das Meiste aus ihnen herauszuholen. 

Beim Entwickeln einer Content-Marketing-Strategie kannst du deine Stärken nutzen, indem du Inhalte erstellst, die sich auf deine spezifischen Produkte oder Dienstleistungen beziehen oder eine niedrige Einstiegshürde bieten.

Du kannst Medien wie Videos und professionell erstellte Fotos nutzen, um deine Produkte zu präsentieren, oder dich auf Blogartikel und Anleitungsvideos konzentrieren, etwa wenn dein Unternehmen technische Services oder Produkte anbietet. Nutze das vorhandene Know-how und die Erfahrung deines Personals, um gute Inhalte zu erstellen. 

Erste Schritte

Erstellst du bereits Videoinhalte oder hast du Personen im Team, die gute Blogartikel schreiben? Dann konzentriere dich auf diese Bereiche. Das Gleiche gilt auch für andere Arten des Content Marketings: Wenn du z. B. über ein internes Grafikdesign-Team verfügst, sind Infografiken und E-Books eine gute Option. Falls dir aktuell die Ressourcen für andere Arten von Inhalten fehlen, mach dir Testimonials deiner Kunden zunutze.

Tipp 2: Inhalte wiederverwenden

Beim zweiten Tipp geht es darum, aus den einmal erstellten Inhalten das Meiste herauszuholen. Statt Inhalten, die nur auf einer bestimmten Plattform nutzbar sind, solltest du Inhalte erstellen, die du neu formatieren und für andere Plattformen wiederverwenden kannst, um Zeit und Geld zu sparen.

Wenn du z. B. ein ausführliches YouTube-Video erstellt hast, kannst du einzelne Szenen, Behind-the-Scenes-Infos und Outtakes für Instagram-Stories nutzen. Wenn du Nutzerrezensionen auf deiner Website veröffentlichst, kannst du die besten davon in Grafiken verwandeln und in sozialen Medien nutzen. Auch Inhalte aus Blogartikeln kannst du wiederverwenden, etwa in einer Infografik oder für einen E-Mail-Newsletter.

Alles in allem gibt es also zahlreiche Optionen für die Wiederverwendung von Inhalten. Dadurch spart dein kleines Unternehmen nicht nur Zeit und Geld, sondern kann mit einem guten Omnichannel-Marketing auch ein einheitlicheres Markenbild schaffen.

Erste Schritte

Teile Kundenstimmen! Geh deine bisher erhaltenen Produktrezensionen oder Bewertungen durch, um Beispiele für besonders positives oder aussagekräftiges Feedback zu finden. Verwandele die besten Zitate in Grafiken, die du in sozialen Medien oder einem entsprechenden Abschnitt auf deiner Website veröffentlichen kannst. Wenn du dafür noch nicht genug Bewertungen erhalten hast, poste einen Aufruf, in dem du deine bestehenden Kunden um Bewertungen bittest.

Tipp 3: Für eine einheitliche Markenstimme sorgen

Im vorigen Tipp haben wir es bereits erwähnt: Es ist wichtig, für eine einheitliche Markenstimme zu sorgen, besonders wenn du Inhalte in verschiedenen Kanälen verwendest. Das betrifft Aspekte wie visuelles Branding und Logos genauso wie den Schreibstil und Tonfall deiner Texte, deine Wortwahl und das Nutzererlebnis bei der Interaktion mit deinen Inhalten.

Je einheitlicher dein Markenimage ist, desto vertrauenswürdiger wirkt es. Neben anderen Strategien für ein gutes Kundenerlebnis ist es wichtig, für gute Interaktionen zu sorgen.

Die Kunden sollten bei jeder Interaktion mit dem Unternehmen ein gutes Gefühl haben.

Erste Schritte

Erstelle einen Styleguide, der Regeln für die Erstellung deiner Marketinginhalte festlegt. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das im Laufe der Zeit angepasst und bei Bedarf auch mit externen Mitarbeitern geteilt wird. Besonders wenn mehrere Personen an der Erstellung von Inhalten beteiligt sind, solltest du dafür sorgen, dass Stil und Tonfall einheitlich sind. Das Gleiche gilt für Branding-Elemente wie Logo und Markenfarben.

Tipp 4: Mit einem Redaktionskalender organisiert bleiben

Bei unserem letzten Tipp geht es darum, organisiert zu bleiben – und wenn du diesen Tipp gleich zu Beginn deiner Content-Marketing-Maßnahmen umsetzt, hat er große Auswirkungen auf deinen langfristigen Erfolg. Er geht mit dem Festlegen einer einheitlichen Markensprache Hand in Hand: Wenn du diese Details sorgfältig organisierst, kannst du für mehr Einheitlichkeit dabei sorgen, was wann und wo gepostet wird.

Erstelle ein Redaktionssystem, das einen Kalender mit allen zu veröffentlichenden Inhalten umfasst, am besten schon bei deinen ersten Plänen für das Content Marketing. Für den Anfang reicht oft ein Datenmanagementsystem oder eine Tabelle, später lohnt sich ein Content Management System (CMS) mit umfangreicheren Funktionen.

Was ist ein Redaktionskalender?

Ein Redaktionskalender wird von Bloggern, Autoren, Verlegern und Unternehmen genutzt, um die Veröffentlichung von Inhalten über verschiedene Kanäle hinweg zu planen und zu steuern.

Content Marketing für kleine Unternehmen: Redaktionskalender in Asana
Beispiel für einen Redaktionskalender für soziale Inhalte in Asana (Quelle)

Der Kalender hilft nicht nur bei der Organisation, sondern auch dabei, Aufgaben rechtzeitig zu erledigen und wichtige Deadlines oder Gelegenheiten für Postings nicht zu verpassen. Außerdem kann er einen Überblick über vergangene Inhalte bieten, die erneut gepostet werden könnten.

Erste Schritte

Fang klein an, indem du alles schriftlich festhältst, woran du aktuell arbeitest. Pflege eine Tabelle mit Informationen wie Datum, Uhrzeit, Plattform, Inhalt, Links, Ressourcen usw., um einen Überblick über alle aktuellen und anstehenden Beiträge zu haben. Auf diese Weise erkennst du Lücken im Zeitplan oder Gelegenheiten zur Nutzung neuer Inhaltsarten.

Fazit: Content Marketing für kleine Unternehmen

Das Content Marketing wird von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen erfolgreich eingesetzt und lohnt sich eindeutig auch für kleine Unternehmen. 

Egal ob du einen Blog startest, YouTube-Videos erstellst, dir Kundenbewertungen zunutze machst oder mehrere Strategien kombinierst: Mit einem guten Content Marketing kannst du das Vertrauen in deine Marke stärken, neue Kunden auf dich aufmerksam machen und die Loyalität der Kunden stärken, die du bereits hast.

Wie geht es weiter? Wirf einen Blick auf unser Content Marketing Software Verzeichnis, um das passende Tool zu finden.


Hinweis: Die in diesem Artikel ausgewählten Anwendungen sind Beispiele, um eine Funktion im Kontext zu zeigen und sind nicht als Befürwortung oder Empfehlung gedacht. Sie stammen aus Quellen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als zuverlässig galten. 


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Über den Autor oder die Autorin

Rosalia ist Content Analyst für GetApp und unterstützt KMU mit Einblicken in IT-Themen und Softwares. Masterabsolventin der HHU Düsseldorf, lebt in Barcelona.

Rosalia ist Content Analyst für GetApp und unterstützt KMU mit Einblicken in IT-Themen und Softwares. Masterabsolventin der HHU Düsseldorf, lebt in Barcelona.