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Was ist Business Intelligence? Ein Leitfaden für Anfänger

Veröffentlicht am 30.3.2019 Geschrieben von Ines Bahr und Matt Mullarkey-Toner.

Business Intelligence Daten als Säulendiagramm

Wenn du auf diesen Artikel geklickt hast, interessierst du dich wahrscheinlich für Business Intelligence (BI), weißt aber unter Umständen noch nicht viel darüber. Was ist Business Intelligence also genau? Wir versuchen uns an einer einfachen Erklärung.

In deinem Unternehmen hast du mit BI vielleicht in Zusammenhang mit Statistiken, Diagrammen und Grafiken zu tun, die häufig in einem Business Intelligence-Dashboard angezeigt werden.

Wechseln wir jedoch auf eine höhere Ebene, kann Business Intelligence äußerst komplex werden. Zum Glück ist es ziemlich leicht, Basiswissen über BI zu erlangen, wie wir dir in diesem Artikel zeigen werden. Du erhältst hier einen Überblick über folgende Aspekte:

  • Definition Business Intelligence
  • Den (überraschend interessanten) Hintergrund von Business Intelligence
  • Warum BI eine gute Option für kleine Unternehmen ist
  • Beispiele für einige beliebte BI-Apps
  • Artikel zu diesem Thema mit weiteren Informationen

Definition Business Intelligence

Gartner definiert Business Intelligence als „Sammelbegriff für die Software-Anwendungen, Infrastruktur, Tools und besten Methoden, um auf Informationen zuzugreifen und sie zu analysieren, mit dem Ziel, bessere Entscheidungen zu treffen und die Leistung zu optimieren.“

Aber die Geschichte der BI nahm schon viel früher ihren Anfang.

Tipp: Wer sich für die Geschichte nicht sonderlich interessiert, kann gerne zum Absatz „Eignet sich Business Intelligence nur für große Unternehmen und Konzerne?“ springen.

Die Anfänge der Business Intelligence

Der Begriff „Business Intelligence“ wurde erstmals 1865 in dem Buch „ Cyclopædia of Commercial and Business Anecdotes“ von Richard Millar Devens erwähnt. Hier erzählt der Autor die Geschichte des Bankiers Sir Henry Furnese, der sich eine frühe Form der Business Intelligence zunutze machte. Er erhielt Kriegsberichte von der Front und traf seine Geschäftsentscheidungen dementsprechend. Auf diese Weise war er seiner Konkurrenz immer einen Schritt voraus und äußerst erfolgreich. König William belohnte ihn für seine Verdienste sogar mit einem Diamantring.

Das ist ein guter Ansatzpunkt für Business Intelligence : Anhand von Daten und deren richtiger Auswertung werden Entscheidungen für den Unternehmenserfolg getroffen.

Jedoch geht Business Intelligence auch mit einer großen Verantwortung einher und leider war „die Versuchung selbst für diesen angesehenen und geehrten Bankier zu hoch“ (S. 264). Er dachte sich Nachrichten und Daten aus, um seine Konkurrenz zu manipulieren. Scheinbar wies er sogar seine Makler an, sich – je nachdem, ob er kaufen oder verkaufen wollte – in ihrem Auftreten und Verhalten an die Situation anzupassen.

Im Jahre 1989 schlug der Analytiker Howard Dresner „Business Intelligence“ als Begriff vor für „Konzepte und Methoden zur Verbesserung von Geschäftsentscheidungen auf Grundlage faktenbasierter Unterstützungssysteme.“ Ab diesem Zeitpunkt war „Business Intelligence“ in der Geschäftswelt verankert.

Eignet sich Business Intelligence nur für große Unternehmen und Konzerne?

Nein! In der Vergangenheit wurde BI tatsächlich hauptsächlich in Konzernen eingesetzt, da sie noch nicht für kleine Unternehmen erschwinglich war und viel Zeit in Anspruch nahm. Große Unternehmen verfügten über die nötige Infrastruktur (Mitarbeiter, Technologie, finanzielle Mittel), um in BI zu investieren. Durch Cloud Computing und andere technische Errungenschaften ist diese Lösung jetzt jedoch auch für kleine Unternehmen finanzierbar.

Warum Business Intelligence eine gute Option für kleine Unternehmen ist

Im Laufe der Zeit werden in einem wachsenden Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit verschiedene Tools zur Verwaltung eingesetzt. In Excel wird beispielsweise das prognostizierte Wachstum angezeigt und Google Analytics stellt eine Menge Traffic-Daten zur Verfügung. Wichtig ist hierbei, nicht nur die einzelnen Komponenten zu betrachten, sondern auch den Gesamtzusammenhang.

Ein zentrales Dashboard zur Überwachung und Verwaltung der Daten hilft nicht nur bei der Umsatzsteigerung, sondern auch dabei, Fehler und Probleme zu verhindern.

Einige Beispiele für BI-Apps

Basierend auf GetApp-Nutzerbewertungen und Informationen werden im Folgenden einige BI-Apps vorgestellt, um einen Einblick in ihre Funktionen und die Meinungen der Nutzer*innen zu erhalten.

Microsoft Power BI bietet ein intuitives Design und ist somit gut für BI-Einsteiger*innen geeignet. Die Software basiert auf dem Drag & Drop-Prinzip und verfügt über viele Möglichkeiten, Dashboards und weitere Informationen zu teilen. Weiterhin gehört sie zum riesigen

und lässt sich somit auch in andere Business-Apps wie , , und integrieren. Power BI verfügt weiterhin über leistungsstarke Mobilgeräte-Apps für die Betriebssysteme iOS, Android und (natürlich) Windows Phone.

Einige Features von Microsoft Power BI:

  • Dashboards und Berichte in Echtzeit
  • Datenabfrage mit natürlicher Sprachverarbeitung
  • Datenbasierte Einblicke per mobiler App
  • Tools zur Datenvisualisierung
  • Erweiterte Freigabeoptionen
Ein Screenshot des BI-Tools Microsoft Power BI

Der SoftwareAdvice-Nutzer Juan Navarro

: „Ich hätte nicht gedacht, dass mir das Tool so gut gefällt. Ich konnte schnell und einfach richtig gute Visualisierungen und Berichte auf Grundlage von einfachen Tabellen und Flat Files erstellen. […] Office-Nutzer werden dieses Tool lieben, vor allem die klare Benutzeroberfläche, die an andere Microsoft-Produkte erinnert und mit der man mühelos neue Dashboards erstellen kann.“

Tableau entwickelte sich ursprünglich aus einem Forschungsprojekt der Stanford University und ist insbesondere für seine Datenvisualisierungen bekannt. Die Visualisierungen von Tableau werden auf der ganzen Welt in den verschiedensten Bereichen eingesetzt, um informierte unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Der Grundgedanke hinter Tableau war, dass niemand selbst programmieren müssen sollte, um die eigenen Daten sinnvoll nutzen zu können. Stattdessen sollte man die Daten einfach abrufen können und dann visuell präsentiert bekommen. Schon mal im Voraus: Tableau richtet sich an mittelgroße und große Unternehmen und ist somit für kleine Betriebe sehr wahrscheinlich zu teuer.

Einige Features von Tableau:

  • Interaktive Dashboards
  • Eine Liste der nativen Konnektoren
  • Hinterlassen von Kommentaren im Dashboard
  • Metadatenmanagement
  • Sicherheitsberechtigungen auf allen Ebenen
  • Datenimport aller Größen und Bereiche
  • Server REST API

GetApp-Nutzer Allan Delmare schreibt in seiner Bewertung: „Diese Software ist bei weitem die einfachste BI-Software, die ich je genutzt habe. Und ich habe Zoho, Excel Pivot-Tabellen, Microsoft BI und viele mehr probiert. Die Drag & Drop-Analyse ist einfach kinderleicht. Wenn man jedoch eine komplizierte Analyse benötigt, die über eine normale X- und Y-Achse hinausgeht, muss man ein bisschen programmieren lernen.

Zum Glück gibt es in Community-Foren und Online-Blogs richtig viele kostenlose Anleitungen. Es kostet jedoch Zeit, diese Tutorials zu lesen und wenn man nicht genau das machen möchte, was die Beispiele zeigen, braucht man noch mehr Zeit, um alles an die eigenen Wünsche anzupassen. Der Preis liegt bei ungefähr 800 EUR im Jahr, es ist also eine etwas größere Investition. Trotzdem würde ich Tableau allen anderen Softwarelösungen vorziehen.“

Weitere Informationen

Trotz der Menge an Informationen (wer war nochmal Sir Henry?) sollte dieser Artikel Business Intelligence einfach erklärt und einen guten ersten Eindruck geschaffen haben. Wenn du dein Wissen vertiefen möchtest, findest du nachstehend weitere Artikel zum Thema Business Intelligence. Und solltest du Fragen oder Kommentare haben, teile sie uns gerne unten mit.


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Über die Autoren

Ines Bahr ist Senior Content-Analystin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bereich Content-Marketing und Technologietrends auf dem deutschen Markt. ​​Ihre Forschung zeigt Markttrends auf, die es Unternehmen ermöglichen, innovativ zu sein und mit ihrer Konkurrenz Schritt zu halten. Sie ist Expertin darin, kleinen und mittleren Unternehmen dabei zu helfen, die richtige Software für ihre Bedürfnisse zu finden. Auf dem YouTube-Kanal von GetApp stellt sie Tool-Listen vor, die für deutsche Unternehmen wichtig sind. Ihre Schwerpunkte sind Personalwesen, Cybersicherheit und Digitalisierungsstrategien. Ihre Digitalisierungstipps basieren auf mehr als 30 Studien, die sie für den deutschen und andere Märkte auf der ganzen Welt durchgeführt hat. Ihre Softwareempfehlungen basieren auf der Analyse von Nutzerbewertungen auf GetApp (insgesamt mehr als 2 Millionen) und folgen einer präzisen Auswahlmethodik. Ines Forschungsarbeiten wurden in mehreren renommierten Publikationen veröffentlicht, darunter Spiegel, Heise, t3n, FAZ, Business Insider, Tagesspiegel, Focus, und Handelsblatt. Darüber hinaus hat sie als Speakerin an Veranstaltungen teilgenommen, Podcasts produziert und mehrere Interviews gegeben, beispielsweise für die Digital Bash-Veranstaltung und den Zielgruppengerecht-Podcast.

Ines Bahr ist Senior Content-Analystin mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bereich Content-Marketing und Technologietrends auf dem deutschen Markt. ​​Ihre Forschung zeigt Markttrends auf, die es Unternehmen ermöglichen, innovativ zu sein und mit ihrer Konkurrenz Schritt zu halten. Sie ist Expertin darin, kleinen und mittleren Unternehmen dabei zu helfen, die richtige Software für ihre Bedürfnisse zu finden. Auf dem YouTube-Kanal von GetApp stellt sie Tool-Listen vor, die für deutsche Unternehmen wichtig sind. Ihre Schwerpunkte sind Personalwesen, Cybersicherheit und Digitalisierungsstrategien. Ihre Digitalisierungstipps basieren auf mehr als 30 Studien, die sie für den deutschen und andere Märkte auf der ganzen Welt durchgeführt hat. Ihre Softwareempfehlungen basieren auf der Analyse von Nutzerbewertungen auf GetApp (insgesamt mehr als 2 Millionen) und folgen einer präzisen Auswahlmethodik. Ines Forschungsarbeiten wurden in mehreren renommierten Publikationen veröffentlicht, darunter Spiegel, Heise, t3n, FAZ, Business Insider, Tagesspiegel, Focus, und Handelsblatt. Darüber hinaus hat sie als Speakerin an Veranstaltungen teilgenommen, Podcasts produziert und mehrere Interviews gegeben, beispielsweise für die Digital Bash-Veranstaltung und den Zielgruppengerecht-Podcast.


Matt ist Programmmanager für GetApp.

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